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Aller Anfang war . . . . schwer?nein, nicht
schwer, sondern schon fast eine zwangsläufige Entwicklung unserer Zeit.
Viele junge Menschen wollen singen und finden keine geeignete
Gemeinschaft.
Im November 1993 bei einer der
regelmäßigen Erinnerungstreffen des ehemaligen Jugendchors St. Maria
Königin kam die Frage auf: warum fangen wir nicht einfach wieder mit
regelmäßigen Proben an? 23 junge und junggebliebene Frauen und
Männer erklärten ihre Bereitschaft, bei einem neuen Chorprojekt
mitzuwirken.
Was nun noch fehlte, war ein zu uns und unseren
Vorstellungen passender Chorleiter, am liebsten ein Vollprofi und dann noch
umsonst. Diese Suche gestaltete sich dann nicht ganz so einfach und nach
einigen vergeblichen Anfragen blieb nur noch eine Hoffnung: Guido Malburg. Mir
als "altem Chorsänger" vollkommen unbekannt ging ich ohne große
Erwartungen in ein erstes Gespräch, und war total überrascht. Guido,
ein absoluter Profi, zeigte lebhaftes Interesse.
Nach einigen weiteren
Gesprächen und einem ersten Treffen mit allen Interessenten startete der
Probenbetrieb am 08.04.1994 im Pfarrheim St. Severin.
Anfangs jedoch
Ernüchterung: zur ersten Probe erschienen 6 Frauen und 2 Männer, und
bei den nächsten Proben wurden es kaum mehr. Guido blieb trotzdem Optimist
und sagte: "Auch mit 10 oder 12 Sängerinnen und Sänger kann man gute
Musik machen. Durch intensive Werbung im Freundeskreis erhöhte sich die
Mitgliederzahl bis zu den Sommerferien auf 20, und nach einem Artikel im
Kölner Stadtanzeiger stand mein Telefon 3 Monate nicht mehr still. Bis zum
Jahresende 1994 wuchs unser Chor auf über 60 Mitglieder. Bereits neun
Monate nach Gründung des Chores mußten wir einen befristeten
Aufnahmestopp aussprechen, weil musikalisch und organisatorisch eine
Kapazitätsgrenze erreicht war.
Wolfgang Holz
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