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Die erste Nacht oder was so alles aus einem Lauftreff
werden kann... Einige Sänger des Chores JOY bauen einen Lauftreff
auf. Laufchef Gilbert Fuß spricht mich an, ob ich mitlaufen möchte.
In der letzten Woche hat die Laufgruppe 12 km Wegstrecke geschafft. Ich laufe
bisher immer 6 - 8 km weite Strecken und sehe mich überfordert. Gilbert
verspricht, daß die Laufstrecke nach 5 km zum Parkplatz unserer Autos
zurückführt und ich dann aufhören kann. Das hört sich
verlockend an und ich laufe mit.
Gilbert, Renate, Germain und ich
traben los. Wir unterhalten uns sehr angeregt, lachen viel, es ist sehr
abwechslungsreich, auf einer mir völlig unbekannten Strecke. Und viel zu
schnell steht dort mein Auto. Das soll´s gewesen sein? Schade! Jetzt
läuft die Gruppe weiter, Richtung Otto-Maigler-See. Ich kann sie ja noch
ein wenig begleiten und dann umkehren.

Es ist weiterhin sehr lustig. Gilbert beschwert sich,
daß er nicht zu Wort kommt. Meine Füße werden schwerer, das
Gespräch verebbt ein wenig, dann haben wir eine Strecke von 15 km
geschafft. Persönliche Bestleistung. Beim Heimweg mit dem Auto scheinen
Gaspedal und Kupplung zu klemmen.
Ich schaffe zu Hause noch eine
Flasche Bier und ein liebevoll zubereitetes Brot, dann falle ich ins Bett, in
einen komaähnlichen Schlaf.
Nachts, um zwei Uhr wecken mich
brennende Füße, vor Schmerz schreiende Hüften, ein weher
Rücken und Knie, die bald zerreißen. Wenn ich jetzt die Treppe
hinabhinken könnte, bis zum Telefon, ich würde Gilbert auf der Stelle
anrufen, um herauszuschreien: "Ich hasse Dich".
Ich bleibe lieber
liegen!
Nächsten Montag ziehe ich garantiert wieder die Laufschuhe
an und laufe mit. Ich freue mich schon darauf und es gibt wieder soviel zu
erzählen.
Dagmar Franken
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