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Die Farbe Rot Was haben
3 rote Anoraks mit dem Berganstieg zu tun? Wie können sie Freude
bereiten?Ein leichter Anstieg auf den Hahnenkamm, den Hausberg bei Reutte
sollte es werden. Guido hatte es auf unserer 2. Chorfahrt nach durchfahrener
Nacht, diesmal nach Reutte (Tirol) versprochen, 500 Höhenmeter, in 2
Stunden locker zu schaffen. Genauso war es auch: 750 Meter
Höhenunterschied und ein Anstieg wie im Treppenhaus, nur dass es keine
Stufen gab. 17 Sängerinnen und Sänger hatten auf die Seilbahnfahrt
verzichtet und wurden mit zunehmender Dauer des steilen allerdings
ungefährlichen- Anstiegs immer freudiger gestimmt, allerdings wurden die
Schritte nach etwa 2/3 des Weges schwerer.
Mir wurde das zu langsam und
ich wollte meinen Schritt weitergehen und dachte, notfalls gehst du schon mal
alleine vor. Nach etwa 5 Minuten des alleine Gehens schaute ich
mich um und erlebte eine angenehme Überraschung: Drei erheblich
jüngere und sehr attraktive Mädels unseres Chores waren unmittelbar
hinter mir her (und hatten keinen Ton geredet!
.5 Minuten lang!). Ob
meinen drei Gemsen die Schritte der anderen zu langsam waren oder
meine Anziehungskraft ihre Schritte beschleunigte, läßt sich nicht
mehr zweifelsfrei klären. Der Lohn für den Aufstieg war richtig toll:
mit herrlicher Aussicht auf die Berge um Reutte und einer Schneeballschlacht in
1700 m Höhe. Nach 1 Stunde, 55 Minuten am Ziel angelangt, waren wir alle
sehr stolz auf uns und stellten fest, dass Dagmar, Elisabeth und Rita rote
Anoraks trugen. Bei der Ankunft der restlichen Gruppe wurde dann überlegt,
wen wir noch in unseren Club aufnehmen könnten: Natürlich wurden alle
Mädels mit roten Anoraks; rote Schuhe, Strümpfe, Hosen und
Rucksäcke ebenso akzeptiert wie mit roten Haaren. Obwohl sich sogleich
mehrere Männer als Inspekteure bewarben, wurden rote Dessous von den
Mädels einstimmig abgelehnt.

Und gesehen
hatten wir bei klarem Wetter ein fantastisches Alpenpanorama mit Blick auf die
Zugspitze.
Insofern müssen wir Guido recht geben. Hätte er
gleich gesagt: Das ist ein steiler Weg, in zwei Stunden für die
meisten von Euch nicht zu schaffen. Geht nur hoch, wenn ihr durchtrainiert
seid, so wäre uns wahrscheinlich nicht nur ein ächt
bäriges Naturerlebnis entgangen, sondern auch eine Menge Spaß,
ein ganz ein toller Chorausflug.
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