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Was so alles aus einem Lauftreff werden kann: z. B.
Teilnahme am Kölner Brückenlauf am 8. September 2002 und die
ungestillte Sehnsucht nach einem WC. Seit einigen Monaten treffe ich mich
mit einigen Chormitgliedern regelmäßig einmal in der Woche zum
Joggen. Und da der Mensch bekanntlich Ziele braucht, entschlossen wir uns, am
Brückenlauf in Köln teilzunehmen: Germain, unser Marathonläufer,
Gilbert, der mit dem Joggen begonnen hatte, als man das gemeinhin noch
Waldlauf nannte und ich, die Anfängerin.
Am
Sonntagmorgen stand ich schon sehr früh auf, um noch wenigstens zwei
Tassen Kaffee zu trinken, denn die brauche ich um richtig wach zu werden. Um
8.07 h ging es los Richtung Köln mit der Straßenbahn. Im
Dumont-Carree gab es die Startnummern und ein T-Shirt in Größe XXL.
Wir hatten jedoch auch unsere eigenen T-Shirts mit dem Logo des Chores, so dass
jeder sehen konnte, für wen wir laufen.
Vor den
überfüllten Toiletten spielten sich Szenen ab, die nur auf die
Nervosität der Teilnehmer zurück zu führen waren. Um 10 Uhr kam
endlich der Startschuss. Es dauerte dann immer noch 4 Minuten, bis wir
loslaufen konnten, denn 6000 Läufer verursachen einen großen
Stau.
Es lief klasse! Die ersten 5 km in knapp 25 Minuten! Bald kam die
Sonne und es wurde wärmer und wärmer. Dann fingen die zwei Tassen
Kaffee an zu wirken und ich musste dringend mal...Also in den nächsten
Graben, mit dem Rücken zu den Läufern und der Hoffnung, dass mich
keiner kennt.
Von da an habe ich nur noch gekämpft und gehofft,
dass bald das Ziel kommen möge. Der letzte Kilometer war der längste,
den ich je gelaufen bin. Mein ständiges Fragen: Wo ist denn hier das
Ziel? ging meinen Mitläufern ziemlich auf die Nerven.
Aber
als wir dann gemeinsam durchs Ziel kamen, empfand ich nur noch Freude,
Begeisterung und Stolz. Es war ein harter Lauf für mich und eine tolle
Erfahrung, für die ich Germain und Gilbert sehr dankbar bin. Ohne ihren
Zuspruch und ihre Hilfe hätte ich mich nie getraut, einen Wettkampf
mitzumachen.
Nach einer heißen Dusche und ein wenig Alkohol zur
Feier des Tages fuhren wir müde aber zufrieden nach Hause. Jetzt brauchen
wir ein neues Ziel. Mal sehen, was uns da einfällt....
Renate
Palten
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