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2.11.1996 "O`that´s Music ?!"1. großes eigenes Konzert im Stadtsaal Frechen Ein bißchen Bammel hatten wir schon vor unserem ersten großen eigenen Konzert zweieinhalb Jahre nach Gründung unseres Chores. Werden wir den Erwartungen unseres Publikums gerecht? Ist der Stadtsaal ausverkauft? Ist das Konzert kostendeckend?



Das erste Konzert des Chores hatte auch für mich persönlich eine große Bedeutung. Ich war erst seit einem halben Jahr dabei und sollte somit zum ersten Mal vor Publikum singen. Man munkelte, der Stadtsaal sei ausverkauft. Entsprechend groß war die Aufregung, was auch während der Vorbereitungen zu spüren war. Viele helfende Hände bauten die Bühne auf, schmückten, andere nähten den Vorhang. Wo bleibt bloß die Technik? Wann kommen endlich die Getränke, mein Hals ist ganz trocken! Hat jemand meine Noten gesehen? Mir ist ganz flau...

Aber Guidos Schwager Rolf, der uns während des Probenwochenendes mit viel Geduld und vor allem Charme die richtige Atemtechnik beibrachte, konnte uns wieder auf den Boden der Tatsachen holen - mit einer wunderbar meditativen Stimme, die nicht nur die Sänger eifersüchtig machte, sondern auch den Chorleiter. Allmählich strömten immer mehr Menschen ins Foyer. Das Trio Lirico versetzte sie mit jazzigen Melodien in swingende Leichtigkeit. Rainer Kreuz sorgte mit seiner Pantomime dafür, daß die Leute im Saal schon einen humorigen Vorgeschmack bekamen.

Endlich, endlich ging es los. Nach einigen letzten aufmunternden Worten von Guido durften wir auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Die Band empfing uns zusammen mit dem Applaus, und so klappte es auch gut. Bis dann auf einmal ein Einsatz daneben ging! Oh Schreck! Oh wie peinlich! Was jetzt??? Lächeln! Lächeln! Guidos Mund wurde immer breiter, bis auch wir es endlich begriffen hatten und lächeln konnten - weil sich endlich die Spannung löste und Guido so wunderbar ruhig blieb. Nach dem aufmunternden Applaus klappte das schwierige "Elijah Rock" dann doch noch.

Jetzt konnte uns nichts mehr passieren. Unsere Stimmung stieg mit der guten Stimmung im Saal. Wer schon einmal auf einer Bühne gestanden hat, weiß. was die Reaktion des Publikums bedeutet. Applaus ist wahrlich das Brot des Künstlers. Und wenn erst Wunderkerzen oder andere Lichter leuchten, läuft auch schon mal ein Schauer über den Rücken.

Als auch die letzte Zugabe vorbei war, dachte ich: Das war's schon? Ich könnte das ganze Programm noch einmal singen! Die Zeit verging wie im Flug und es hat riesigen Spaß gemacht: für andere zu singen, mit anderen zu singen, dadurch Freude zu bereiten und ein bißchen manchen Alltagsärger vergessen zu machen. Auf das diesjährige Konzert freue ich mich wieder genauso. Der Chor besteht seit 5 Jahren, die Gemeinschaft und unser Repertoire sind gewachsen, mehrere große und kleine Konzerte haben wir überstanden, das Publikum ist immer freundlich zu uns und spornt uns an, unsere Sache noch besser zu machen.

Regina Klaus



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Auftritte 1996 / 1. großes Konzert im Stadtsaal